Christliche Symbole und biblische Bezüge auf den Grabsteinen des Obbacher Friedhofs

 1.

"Der Herr ist mein Hirte" 
 Der Grabstein von Helene Herrmann
"Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar."
- Psalm 23 - 
Auf dem Grabstein von Helene Herrmann ist in einer Bronzeplastik ein Hirte mit seinen sieben Schafen dargestellt. Unmittelbar steht einem der 23. Psalm vor Augen, den vielen Menschen kennen und lieben. "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln..." Eines seiner Schafe ist noch klein und braucht besondere Zuwendung. Der gute Hirte nimmt es auf den Arm. In seiner linken Hand hält er den Hirtenstab. "Dein Stecken und Stab trösten mich." Dabei schaut der Hirte fest nach vorn. Er kennt die Zukunft und ebnet den Weg dorthin.
Zur Herde des guten Hirten gehören viele anderen Schafe. Glaube führt immer in die Gemeinschaft. Gerade in Not und Schwierigkeiten ist es wichtig und hilfreich, dass es Brüder und Schwestern im Glauben gibt, die für einen beten, die einem beistehen und für einen da sind.  Im Neuen Testament wird uns ein Wort Jesu überliefert, in dem Jesus sich selbst als den guten Hirten bezeichnet.  
Dort heißt es: "Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen."
Zu finden ist das Grab von Helene Herrmann im neuen Teil des Friedhofs - in der hinteren Reihe rechts, ziemlich nahe der Leichenhalle. Sie ist 1997 im Alter von 84 Jahren verstorben.